Für den dritten Tag hatten wir uns den neuen Leuchtturm und einen Strandspaziergang vorgenommen, nach einem gemütlichen Frühstück mit Brötchen vom Bäcker Müller machten wir uns auf den Weg zum Südstrand. Dabei entdeckten wir auch das Haus Anita an der Deichstraße.

Am Südstrand ist der Weg bis zum Wasser nicht weit. Der Strand wird immer wieder unterbrochen durch die Buhnen, das sind Wälle aus Steinen und Beton, die den Strand vor den Sturmfluten schützen.

Der Strand an der Westseite der Insel liegt direkt neben dem Emsfahrwasser, daher sieht man oft auch große Hochseeschiffe ganz nah an der Insel vorbeifahren.

An der Bürgermeister-Kieviet-Promenade gibt es nicht nur die Aufgänge und das Musik-Pavillon, sondern auch Toiletten, Geschäfte und Restaurants.

Von hier machten wir uns auf den Weg zum neuen Leuchtturm. Der neue Leuchtturm wurde 1879 erbaut, nachdem der alte Leuchtturm im Februar ausgebrannt war, konnte man bereits im Mai mit dem Bau beginnen. Bemerkenswert ist, der Bau konnte innerhalb von weniger als 5 Monaten fertiggestellt werden.

Die Aussichtplattform auf dem heute noch in Betrieb befindlichen Leuchtturm kann man zu Fuß erreichen. 308 Stufen führen über eine Wendeltreppe bis oben, die letzten Stufen gehen über eine Eisenleiter.

Leider hatten wir nicht das beste Wetter für die Aussicht erwischt, aber trotzdem hat sich der Aufstieg gelohnt. Vom Turm aus hat man einen guten Ausblick auf die Insel und das Emsfahrwasser.

 

Der Weg vom Leuchtturm führte uns zunächst über die Strandstraße wieder zurück zur Promenade und von da aus dann weiter Richtung Wasser. Der Strand ist an dieser Stelle sehr breit und der Weg zum Wasser sehr lang.

Ziel war das Café Sturmeck, das gleichzeitig auch der Endpunkt der Strandpromenade ist. Doch auch hier ist der Strand noch sehr breit und zwischen dem Wasser und den eigentlichen großen Dünen sind sehr viele kleine Dünen. In den Mulden steht teilweise noch das Wasser der letzten Flut oder dem letzten Regen.

So war es eine kleine Herausforderung die richtige Stelle für einen Strandaufgang zu finden. Der Weg durch die Dünen führte an der ein oder anderen Stelle auch zurück, bis wir den Holzsteg zum Aufgang zum Cafe gefunden hatten.

Der Rückweg führte uns dann vorbei am Wasserturm und am alten Leuchtturm zurück in die Stadt zur Reedestraße und zu unserer Wohnung in der Julianenstraße. Diesen Tag ließen wir dann mit einem wohlverdienten Abendessen im Haus ausklingen.