Borkum

Borkum

Borkum ist, auf der Landkarte von links gesehen, die erste der ostfriesischen Inseln und zugleich mit 31 km² auch die größte der ostfriesischen Insel. Laut Wikipedia, leben ca. 4300 Menschen auf der Insel und kommen pro Jahr etwa 312.000 Besucher.
Der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Insulaner. Da wir bis zu unserem ersten Besuch auf einer deutschen Insel nur niederländische Inseln kenngelernt hatten, fiel uns auf Borkum sofort auf, dass alles größer und wuchtiger ist. Im Vergleich zu den niederländischen Inseln wo die Dörfer noch geprägt sind von kleinen Häusern, hat Borkum schon ein bisschen Großstadt-Flair. Als Nordsee-Heilbad gibt bzw. gab es mehrere Kur-Einrichtungen auf der Insel. An dem die Strandpromenade beherrschenden Bau der Nordsee-Klinik hing aber ein großes Schild dauerhaft geschlossen.

Wappen von Borkum (Wikipedia)

Wappen von Borkum (Wikipedia)

Flagge von Borkum (Wikipedia)

Flagge von Borkum (Wikipedia)

Im Wesentlichen ist die Stadt Borkum auch die einzige Siedlung auf der Insel, die bis Mitte des 1900 Jahrhunderts noch aus zwei Inseln bestand, dem Westland und dem Ostland, die beiden Teile waren durch einen Priel getrennt bis ab 1863 die Teile mit einem Deich verbunden wurden und die Insel sich so zu ihrer heutigen Form veränderte.
Während der Tourismus den linken Teil, das Westland beherrschte und hier große Hotels und Kliniken entstanden, ist der Osten der Insel weitgehend der Natur überlassen worden. Allein zwei Gastwirtschaften und ein Camping-Platz finden sich in diesem Teil der Insel. Ein weiterer Siedlungsbereich ist die Reede im Süden der Insel, hier ist der Hafen zu finden und hier legen auch die Fähren an. Die Reede ist mit der Stadt über eine Kleinbahn verbunden. Über den gleichen Deich führt auch eine Straße und man kann die Reede auch mit dem Bus erreichen. Auf der Reede war bis 1996 eine Kaserne der Bundeswehr, die mittlerweile als Jugendherberge dient. Im Hafengebiet finden sich zudem Gewerbe-Ansiedlungen und das Museumsschiff Borkum Riff.

Borkum wird auch Insel der Türme genannt. Neben drei Leuchttürmen und drei Seebaken finden sich noch der Wasserturm und mehrere Kirchtürme.

Borkum wird von zwei Seehäfen aus angefahren. Die Fähre ab Emden fährt ca. 130 Minuten. Alle Verbindungen sind nicht tideabhängig, da sie durch das Emsfahrwasser führen, das auch von Hochseeschiffen genutzt wird.
Alternativ kann man ab Emden auch einen Katamaran nutzen, die Verbindung ist mit ca. 1 Stunde Fahrtzeit deutlich schneller, aber auch teurer.
Die gleichen Optionen bieten sich auch ab der niederländischen Hafenstadt Eemshaven. Auch hier hat man die Wahl zwischen Autofähre und Katamaran und beide sind noch einmal schneller, da zwischen Borkum und Eemshaven nur 12 km liegen, während die Entfernung nach Emden 21 km beträgt. Borkum verfügt außerdem über einen kleinen Flughafen, von dem Rundflüge und eine Linienverbindung nach Emden angeboten werden.

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Zusammenfassung

Um Borkum vollständig kennenzulernen waren 6 Tage zu kurz. Borkum war die erste deutsche Insel, die wir besucht haben. Deshalb haben wir ein für uns ungewohntes Inselbild vorgefunden. Auf der Insel sind kaum die klassischen kleinen Inselhäuser zu finden. Die Insel ist geprägt von den in der Gründerzeit errichteten Gebäuden, die dem aufblühenden Tourismus dienten. Die Strandpromenade war für uns neu, das kannten wir bislang nicht. Eine solche Promenade hat sicherlich Vorteile für Menschen mit Einschränkungen oder Familien mit kleinen Kindern (Toiletten und befestigte bzw. gepflasterte Wege). Das Wasser ist allerdings immer sehr weit weg. Der Strand ist an den meisten Stellen sehr breit.

Die Unterkunft das Ferienhaus Borkumer Luft war für unsere Reisegruppe (drei Paare) optimal, im Erdgeschoss waren die gemeinschaftlich genutzten Bereiche , Küche, Eß- und Wohnzimmer sowie die Terrasse. Im ersten Stock waren zwei Schlafzimmer, ganz oben unterm Dach war noch ein weiteres Schlafzimmer, das sogar eine kleine Dachterrasse noch hatte. Zu jedem Schlafzimmer gab es ein komplett ausgestattes Bad mit Dusche und Toilette. Der Supermarkt und der Bäcker waren direkt um die Ecke.

Viele der Sehenswürdigkeiten haben wir gesehen, aber einige auch nicht, so haben wir das Schwimmbad Gezeitenland nicht besucht. Wir waren nicht im Aquarium und auch nicht im Wassermuseum. Auch das Hooge Hörn konnten wir nicht besuchen. In Oma’s Teestube waren wir mehrmals vergeblich und haben keinen Platz bekommen. Der alte Leuchtturm war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Das wären alles Gründe für einen weiteren Besuch.

Sollten wir die Insel noch einmal besuchen, würde ich auf jeden Fall Fahrräder mitnehmen oder mieten. Denn allein zu Fuß sind einige Ziele doch nur schwer zu erreichen. Bei einem weiteren Besuch sollten wir auch die Anreise über Eemshaven in Betracht ziehen, das heißt nicht, dass die Anreise über Emden unangenehm gewesen wäre. Im Gegenteil wir hatten diese gerade wegen der längeren Schifffahrt ausgewählt, dass wegen dem Ferienbeginn die Fähre so voll sein würde, hatten wir nicht bedacht.

Insgesamt war es ein schöner Urlaub mit netten Freunden und viel Geselligkeit.

Ferienhaus Borkumer Luft

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