Am Sonntag war die schöne Zeit auf Schiermonnikoog dann leider schon vorbei. Wir standen zeitig auf, duschten uns und gingen anschließend zum Frühstück. Ein letztes Mal gingen wir zum Speisesaal. Vielleicht weil es Sonntag war, gab es an diesem Morgen zusätzlich Rührei und gebratenen Speck, auch das alles lecker. Zurück im Zimmer mussten wir dann die Taschen packen und das Zimmer kurz aufräumen. Den Koffer deponierten wir im Hotel unter der Treppe, wo ein entsprechendes Fach für Gepäck vorgesehen war. Wir beglichen unsere Rechnung und Anita nahm noch auf der Terrasse vor dem Hotel Platz, während ich zum Gottesdienst in der Kirche St. Egbert am Badweg ging. An diesem Sonntag war nur ein Wortgottesdienst, ausgeführt von einer Frau. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann gibt es auf Schiermonnikoog keinen festen katholischen Pfarrer mehr, sondern die seelsorgerische Betreuung der Bewohner und Gäste wird im Wochenrythmus von Katecheten und Priestern vom Festland wahrgenommen. Der Gottesdienst dauerte ca. 1 Stunde, statt einer Orgel spielte ein CD-Spieler die Lieder. Nach dem Gottesdienst ging ich zurück zum Hotel, auf der Terrasse des Hotels genossen wir noch ein Getränk, bevor wir noch einmal ins Dorf fuhren. Wir mussten das Leergut noch wegbringen und Anita wollte auch noch etwas einkaufen. Auf dem Rückweg kehrten wir dann noch einmal beim Schiermonnikooger Vishandel ein. Hier teilten wir uns, nur die Leckerigkeit einen Portion Kibbeling. Auch heute war das Fisch-Restaurant wieder gut besucht. Zum Schluß kauften wir bei dem Lebnesmittelgeschäft "Vrouwe Jakoba" noch ein Flasche Kallemooitje, den einen von zwei Inselschnäpsen, der ein gewisse Verwandschaft zum Nobeltje nicht leugnen kann. "Vrouwe Jakoba" ist neben dem Sparmarkt am Reeweg, eine von zwei Möglichkeiten Lebensmittel einzukaufen.

Nun war die Zeit aber endgültig abgelaufen, wir holten noch den Koffer im Hotel und schnallten diesen auf den Gepäckträger meines Fahrrades, noch ein letztes Abschiedsgetränk auf der Terrasse des Hotels und dann wurde es auch schon Zeit, um Richtung Fährhafen zu fahren. Diesmal fuhren wir an der Innenseite des Deiches bis zur Straße, die zum Fähranleger führte. Es war Mittagszeit und die Flut näherte sich ihrem höchsten Wasserstand. Wir brauchten nicht lange zu warten und die Fähre legte an. Heute war das Wetter nicht so schön, wir stellten unsere Fahrräder auf dem Autodeck ab und gingen in den Salon. Die Fähre legte pünktlich um 13:45 Uhr ab. Wir gönnten uns dann beide noch einmal ein warme Schokomelk. Ein älterer Herr setzte sich noch zu uns, er kam aus Groningen und hatte einen festen Zeltplatz auf der Insel, diesen wollten seine Kinder für ein Woche nutzen und daher fuhr er nun zurück zum Festland. Er war ehrenamtlich für den Naturschutz tätig und half mit beim Beringen der Vögel. So wurde es uns auch auf der Rückfahrt nicht langweilig.

Im Hafen in Lauwersoog angekommen suchten wir zunächst unser Auto. Dies parkten wir kurz um, um mehr Platz zum Beladen zu haben. Dann lösten wir das Parkticket ein. Das Parken kostete pro Tag 8 Euro. Das Parkhaus verfügt über eine Nummernschilderkennung und wir brauchten das Ticket an der Ausfahrt nicht einzustecken. Wir fuhren über den gleichen Weg, den wir auch gekommen waren, wieder Richtung Heimat. Wie bei unseren Ameland-Touren legten wir beim Autohof „de Lichtmes“ eine Rast ein. Das hat schon jahrelange Tradition und meist gönnen wir uns dann vor der letzten Etappe dort noch einen Pfannkuchen oder eine Suppe, so auch diesmal. Die letzte Etappe fuhr dann Anita und so waren wir gegen 19:00 Uhr wieder glücklich zu Hause. Unsere Hunde waren noch bei unserem Sohn, der würde diese später bringen. So konnten wir dann noch ungestört die Fahrräder und unser Gepäck ausladen. Als unser Sohn mit den Hunden kam, war die Wiedersehensfreunde sowohl bei den Tieren als auch bei den Menschen groß und ein schöner Insel-Urlaub war endgültig vorbei.

Schiermonnikoog, vierter Tag, 18. Juli 2026