Der dritte Tag war sehr herausfordernd gewesen und daher hatten wir uns für den vierten Tag vorgenommen, etwas ruhiger angehen zu lassen, zumal auch der Wetterbericht für den Tag nicht so gut aus. So frühstückten wir zunächst im Haus mit Brötchen vom Bäcker. Und gingen dann nach einer kurzen Pause zu Fuß zum Dykhus, dem örtlichen Heimatmuseum.
In dem Museum gibt es thematisch sortiert Ausstellungen zu alten Lebensräumen, Entwicklung des Tourismus, zur Schifffahrt, zur Seenotrettung, zur Geologie und Entwicklung der Insel, zur Tierwelt und eine umfassende Sammlung mit gesammelten Stücken der einheimischen Seefahrer.
Der alte Leuchtturm befindet sich in unmittelbarer Nähe des Museums. Er war unsere nächste Station. Leider war er nicht zu besuchen, da er augenblicklich renoviert wird. Früher war er gleichzeitig der Kirchturm der evangelischen Kirche, die ist aber Ende des 19. Jahrhunderts wenige Meter entfernt komplett neu errichtet worden. Der Turm diente seit 1817 als Leuchtturm, vorher als Seebake. Im Februar 1879 ist er komplett ausgebrannt. Statt diesen Turm zu renovieren, wurde der neue Leuchtturm gebaut.
Der Turm ist das älteste Gebäude der Insel. Direkt gegenüber von dem Turm findet man einen Zaun aus den Kieferknochen von Grönlandwalen. Im 18. Jahrhundert erlebte die Insel eine kurze Blütezeit durch den Walfang. Zum Schutz haben die Zäune ein kleines Regendach. Von dort aus gingen wir weiter zur katholischen Kirche Maria-Meeresstern.
Weiter gingen wir Richtung Innenstadt. Am Leuchtturm trafen wir zufällig auf den Schäfer, er versorgte gerade seine Tiere. Ein Border-Collie unterstützte ihn dabei. Ein paar Souvenirs wurden am Leuchtturm eingekauft. Dann machten wir nach Sonntag einen zweiten Versuch einen Platz in Oma’s Teestube zu ergattern. Aber auch an diesem Tag war kein Tisch für 5 Personen mehr frei. So gingen wir weiter zum Bahnhof.
Dort besuchten wir zunächst das Touristik-Zentrum und schauten nach den Planwagenfahrten. Der Wagen war schon voll und somit haben darauf verzichtet. Am Bahnhof klärten wir dann noch die Frage der Abfahrtzeiten. Wenn im Fahrplan der Fähre 10:30 Uhr steht, bedeutet dies, dass der Zug zur Fähre im Bahnhof um 10:30 Uhr abfährt, die Fähre fährt entsprechend später und wartet immer auf jeden Fall auf den Zug.
Bevor wir uns wieder zurück auf den Weg zum Haus machten, kehrten wir in die Gaststätte Lord Nelson ein. Dies ist kein Restaurant, sondern eine echte Kneipe, die einen gemütlichen Eindruck machte und wo wir sehr freundlich bedient wurden. Von dort aus gingen wir noch einmal Richtung Strand. Einige gönnten sich noch ein Fischbrötchen. Ich hatte immer Ausschau nach Kibbeling gehalten, so wie man den auf den niederländischen Inseln findet. An diesem Tag habe ich aber nichts gefunden. So gingen wir noch einmal zur Strandpromenade und dann machten wir uns wieder, vorbei am neuen Leuchtturm, auf den Weg zum Haus. Abends im Haus holten wir uns dann noch einmal Essen vom Hähnchengrill am Supermarkt. Diesmal probierten wir aber auch den Döner.

































