Zunächst schliefen wir aus, auf dem Zimmer genossen wir zunächst einen Nes-Cafe und anschließend eine Dusche, bevor wir zum Frühstück in das Hotel gingen. Das Frühstücks-Buffet war im Speisesaal des Hotels aufgebaut. Hier war alles vorhanden, was man von einem Frühstück im Hotel erwartet, Kaffee, Milch, Tee oder O-Saft, die Auswahl an Getränken war reichlich. Brötchen, Croissants und verschiedene Brotsorten, Käse, Schinken und Wurst, Marmeladen und zahlreiche andere Brotaufstriche. Quark, Joghurt, Obst und Müsli, es blieben keine Wünsche offen. Ausgiebig frühstückten wir. Am Nachbartisch diskutierten zwei Paare über die Frage, welche der westfriesischen Inseln wohl am schönsten ist und es gab unterschiedliche Meinungen, die kleinen Insel wären die schönsten, der andere meinte Terschelling wäre die schönste, vor allen wegen der Wälder auf der Insel, einig war man sich, dass Ameland nicht die schönste ist, da dort viel zu viele Menschen vor allem Kinder seien. Das konnte ich so nicht im Raum stehen lassen und mischte mich in das Gespräch ein. Wir unterhielten uns nett und ich erläuterte, warum auf Ameland so viele Kinder zu finden sind. Das war den beiden anderen Paaren so nicht bewusst gewesen. Nach dem Frühstück ging es zurück zum Zimmer.
Leider war das Wetter an diesem Tag durchwachsen, trotzdem entschieden wir uns dazu erst einmal den Badestrand zu besuchen, so zogen wir uns entsprechend um und fuhren schon mit den Badesachen und leicht bekleidet mit den Fahrrädern Richtung Badestrand. Der Weg führte uns durch Wiesen, Wälder und Dünen zum Haupt-Badestrand. Eigentlich hatte ich zunächst einen anderen Strandabschnitt anfahren wollen. Aber hier am Hauptstrand war es auch schön, wir waren circa um 11 Uhr am Strand und gegen 12:45 wurde der höchste Wasserstand erwartet. Wir zogen die Schuhe aus und liefen entlang der Wasserkante Richtung Osten, vorbei an Paal 7. Irgendwann sahen wir dann wir wie ein unbekleideter Mann ins Wasser lief und uns wurde bewusst, dass man östlich von Paal 7 auch die Hüllen fallen lassen darf, die meisten, die wir sahen, waren jedoch ganz normal bekleidet, so liefen auch wir weiter in Richtung Osten, es wehte ein angenehmer Wind und auch das Wasser war nicht kalt. Trotzdem, dass im Moment die Sonne fehlte und uns sogar einige Regentropfen erreichten, war es ein angenehmer Spaziergang. Wir waren vielleicht einen Kilometer Richtung Osten gelaufen, da sahen wir am Strand zwei Holzpaletten liegen und dachten uns das könnte für uns ein Rastplatz und der Ausgangspunkt für ein Bad in der Nordsee sein. So ließen wir uns dort zunächst nieder, verstauten unsere Sachen im Rucksack und liefen dann der Brandung entgegen. Schwimmen war wegen der Brandung so nicht möglich, aber sich von dem ankommenden Wasser quasi überrollen zu lassen war recht angenehm und so gingen wir immer weiter ins Wasser.
Wieder aus dem Wasser heraus ließen wir uns bei unserem Stützpunkt zunächst trocknen, bevor wir dann wieder zurück zum Strandaufgang gingen. Nun zeichnete sich aber ab, dass es anfangen würde zu regnen. Am Strandaufgang angekommen zogen wir uns also wieder die Schuhe an und gingen zum Strandhaus de Marlijn. Hier gönnten wir uns eine Erfrischung, bzw. Anita sich eine „Schokomelk met Slagroom“ und warteten den Schauer ab. Wieder vor der Tür fing es jedoch noch einmal anzuregen, so haben wir uns bei dem Toiletten-Häuschen noch einmal untergestellt. Ca. eine Viertelstunde weiter ließ der Regen aber nach und wir fuhren über den großen Teerweg zurück zum Dorf, am Hotel angekommen, gönnten wir uns eine kleine Pause. Nach der Pause fuhren wir Richtung Dorf, um dieses noch einmal zu erkunden. Ähnlich wie in Nes oder Hollum gibt es im Dorf einige Geschäfte mit Spielsachen, Süßigkeiten, Anzieh-Sachen und Andenken. Allerdings ist das Angebot deutlich kleiner als in Nes. Auf dem Reeweg fanden wir dann auch einen „Fritten-Speciaal-Zaak“ „De Halte“. Hier gönnten wir uns jeder eine „Frikandel Speciaal“ und zusammen eine große Portion Fritten, eine kleine hätte es wahrscheinlich auch getan. Anschließend gab es ebenda auch noch ein Softeis zum Nachtisch, so waren wir erst einmal versorgt und mussten uns beeilen, um zurück zum Hotel zu kommen und uns fertig zu machen für das nächste kleine Abenteuer.
Um 16:00 Uhr hatten wir eine Fahrt mit dem Balg-Express zum Balg gebucht. Der Balg ist die östliche Spitze der Insel. Balg bedeutet eigentlich Graben, der Graben zwischen dieser und der nächsten Insel der unbewohnten Rottumer Plaat. Der Balg Express fuhr ab der Bushalte-Stelle Vitamaris am Badweg, wir konnten dahin also zu Fuß gehen. Pünktlich um 16:00 konnten wir dann einsteigen. Der Weg führte uns über den Badweg, zum Aktivitäten-Strand und dann vorbei am Badestrand zum Ende der Insel. Die Fahrt dauerte circa eine Dreiviertel-Stunde. Noch in den 90er Jahren wäre man in einer halben Stunde am Ende der Insel gewesen, aber die Insel wächst pro Jahr etwas mehr als 100 Meter in östliche Richtung. So dass heute die Spitze der Insel gegenüber 1990 vier Kilometer weiter östlich liegt. Am Balg angekommen hatten wir eine gute halbe Stunde Zeit, um rund zu laufen und die Weite der Landschaft zu genießen. Der Fahrer des Balg-Express hatte ein Teleskop mit Stativ mitgenommen. Durch dieses konnten wir die Seehunde und Robben auf der Sandbank zwischen uns und der Insel Rottumer Plaat beobachten. Auch in unserer Nähe waren einige wenige Robben, die sich aber immer weiter von uns entfernten. Nach einer guten halben Stunde traten wir dann den Rückweg an. Auf dem Rückweg begegneten uns die Seehund-Retter. Sie suchten den Strand nach kranken oder verletzten Seehunden ab. Auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren, ging es wieder zurück zum Badweg.
Am Hotel machten wir eine kurze Pause, bevor wir dann die letzte Station für den heutigen Tag ansteuerten, den Strunmarkt. Eine Art Trödelmarkt, bei dem Einheimische und einheimische Vereinigungen sich präsentieren oder etwas anbieten. So bot z.B. die Feuerwehr an einem Grillstand leckere Hamburger an, das Rettungsboot wurde präsentiert. Es ist ein ähnliches Boot wie auf Ameland, aber hier wird es durch eine Zugmaschine auf Ketten bewegt und nicht durch Pferde. Auch für Kinder gab es viele Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Rotarier boten ein Bingo an, bei man Kuchen vom einheimischen Bäcker gewinnen konnte. Wir wanderten über den Markt und schauten uns die zahlreichen Angebote an. Dann setzten wir uns noch beim Hotel Graaf Bernstorff auf die Terrasse und genossen ein paar kühle Getränke, so ließen wir den Tag ausklingen.































