Nachdem wir am Wochenende zuvor ein Konzert von Andre Rieu auf dem Vrijthof in Maastricht mit Freunden besucht hatten, hatten wir noch einen Tag zu Hause, um alles für unsere nächste Erkundungsreise zu den friesischen Inseln vorzubereiten. So konnten wir dann am Mittwoch, den 15. Juli 2026, nach dem Frühstück gegen 7:30 unsere Reise antreten. Gepäck und Fahrräder hatten wir bereits am Vortag im Auto verstaut. Der Weg führte uns zunächst über unsere gewohnte Ameland-Route. Wir fuhren in Well über die Grenze und dann über den Rijksweg bis zur Autobahn-Auffahrt bei Heyen. Von dort ging es über die A77 und A73, die A50, die A28 und die A32 Richtung Norden. Hinter Zwolle machten wir beim Rastplatz Dekkersland wie gewohnt unseren Zwischenstopp. In Heerenveen wechselten wir dann auf die A7 Richtung Drachten, später ging es weiter über diverse National-Straßen Richtung Dokkum und weiter Richtung Lauwersmeer, bis wir über das Sperrwerk am Lauwersmeer den Hafen in Lauwersoog erreichten. Wir fuhren mit dem Auto in das Parkhaus P1, leider waren unten keine Plätze mehr frei und auch oben war es schon sehr voll, so dass wir auch hier etwas suchen mussten, bevor wir einen freien Platz fanden. Ich würde beim nächsten Mal wahrscheinlich direkt den Parkplatz P2 anfahren. Da wir das Gepäck auf den Fahrrädern hatten, wäre die größere Entfernung kein Problem, aber das Ausladen der Fahrräder vielleicht etwas entspannter. Wir waren schon ca. eine Stunde vor der geplanten Abfahrt im Hafen, so mussten wir auf die Fähre noch warten. Kurze Zeit später kam die Fähre, die Rottum, auch schon an, aber es dauert noch ungefähr bis 12:15 bevor sich die Tore öffneten. Wir gingen nacheinander bis zum Deich. Von dort aus hatte man einen schönen Ausblick auf das Sperrwerk und die Insel. Das Wetter war herrlich Sonnenschein und klare Sicht.

Ca. 12:15 Uhr öffneten sich dann die Tore zur Fähre, wir konnten mit den Fahrrädern direkt auf das Autodeck laufen. Für die Fahrräder gab es rechts und links Abstellmöglichkeiten. Nach den Fahrrädern folgten der Gepäckwagen und drei Autos. Zum Schluss kamen noch zwei Lastwagen, die mit auf die Reise gingen. Wir sicherten uns einen schönen Platz auf dem Sonnendeck. Bevor die Fähre ablegte, fuhr aber noch ein anderes Fährboot, die Monnik, in den Hafen ein. Scheinbar das Schwesterboot unserer Fähre, sie war aber leer und legte neben dem Anleger an. Ich ging einmal nach unten in den Salon, wir gönnten uns nämlich ein Eis. Die Fähre ist quasi eine Miniatur-Ausgabe der Ameland-Fähre, alles sah so ähnlich aus wie auf der Ameland-Fähre. Vielleicht auch kein Wunder, denn es ist die gleiche Reederei, die Wagenborg-Passagierdiensten. Es empfiehlt sich, die Überfahrt im Voraus zu buchen, insbesondere, wenn Fahrräder mitgenommen werden sollen. Pünktlich um 12:35 verließ das Boot dann den Hafen. Wir waren im Hafen auf der linken Seite eingestiegen und das war auch in Fahrtrichtung die linke Seite. Die Fähre fuhr in einem großen Bogen zum Fähranleger auf Schiermonnikoog. Die Fähre fuhr zunächst am Anleger vorbei, um dann wieder ein Stück rückwärtszufahren und anzulegen.

Es ging mit dem Fahrrad runter von der Fähre und wir folgten den Schildern Richtung Dorf und fuhren links vom Deich. Auf dem Rückweg würden wir innen fahren wollen, denn der Radweg auf der See-Seite ist ziemlich abschüssig, was mit dem Gepäck etwas wackelig war. Ins Dorf kamen wir über den Reeweg, das ist wohl die Hauptstraße. Dann sind wir eine Straße zu früh links abgebogen und haben uns ein bisschen verfahren. Es dauerte etwas, bis wir den Badweg und das Hotel Duinzicht um 14:00 Uhr endlich gefunden hatten. Für alle, die das gleiche Problem haben. Den Reeweg durch bis zum Ende, dann nach rechts und die erste Straße wieder links, dann ist man auf dem Badweg. Wir gingen zur Rezeption ins Hotel und bekamen auch direkt den Schlüssel. Wir waren froh, dass wir direkt ins Zimmer konnten. Im Zimmer angekommen, dann aber Ernüchterung, das Zimmer sah ziemlich wüst aus. Alles war durcheinander und überall war Müll, so würde ich ein Hotelzimmer nicht verlassen. Aber offensichtlich war das Zimmer noch nicht gereinigt worden. So ging ich zurück zur Rezeption und fragte nach, ob man uns auch wirklich das richtige Zimmer zugewiesen hatte. Dort entschuldigte man sich sofort und veranlasste unverzüglich die Reinigung.

Wir tranken auf der Terrasse derweil ein kühles Bierchen und gut eine Dreiviertel-Stunde später, waren wir dann auf dem Zimmer. Wir holten das Gepäck von den Rädern und ruhten uns erst ein bisschen aus. Dann gingen auf eine erste Erkundungsreise der Insel, zunächst wollten wir uns ein bisschen mit Getränken versorgen. So fuhren wir ins Dorf zum Spar-Markt. Hier herrschte großer Andrang, neben einem kleinen weiteren Geschäft in unserer Straße und einer Bäckerei scheint das die einzige Möglichkeit zu sein, sich auf der Insel mit Lebensmitteln zu versorgen. So kauften wir einige Erfrischungsgetränke und ein wenig Alkoholisches für den späteren Abend, sowie zwei Gläser und zwei Tassen, denn auf dem Zimmer gab es nur Pappbecher. Wir brachten unseren Einkauf zurück zum Hotel und anschließend fuhren wir in die andere Richtung zum Strand. Der Strand am Ende des Badweges nennt sich heutzutage Aktivitäten-Strand. Hier soll man nicht Schwimmen, es gibt auch keine Brandung, denn ähnlich wie auf Borkum ist dem Strand in diesem Abschnitt eine Sandbank vorgelagert, diese soll man jedoch aus Sicherheitsgründen nicht betreten. So gingen wir bis ans Wasser dort steckten wir die Füße rein und liefen etwas an der Wasserkante entlang, bevor wir dann wieder zurück zum Strandaufgang und dort zum Strand-Cafe gingen. Hier aßen wir dann jeder ein Toast, das musste für heute als Abendessen reichen.

Dann gingen wir zurück zum Hotel und ruhten uns hier kurz aus, bevor wir noch einmal ins Dorf gingen. Denn hier war für den Abend ein Auftritt des Shanty-Chors angekündigt. Um 21:30 Uhr sollte das Spektakel losgehen, so sicherten wir uns gegen 21:00 Uhr quasi einen Logenplatz auf der Terrasse des Hotels „De Werff“, zunächst war es ruhig, der Chor begann um Punkt 21:30 Uhr mit seinem Programm und der Moderator sagte noch so, dass es an diesem Abend wohl etwas ruhiger ist als sonst, vielleicht auch, weil zeitgleich das Halb-Finale der Fußballweltmeisterschaft stattfand. Aber im Laufe der Veranstaltung füllte sich der Platz immer mehr und zahlreiche Gäste kamen, um mitzusingen und zu feiern. So war gegen Ende der Veranstaltung die Straße voll und alle hatten gute Laune und stimmten bei den teils bekannten Shantys mit ein. Nach Abschluss der Veranstaltung war auch für uns ein ereignisreicher Tag zu Ende. Nach einem kleinen Absacker auf der Terrasse vor unserem Zimmer, fielen wir dann auch schnell genug in den Schlaf.

Schiermonnikoog, zweiter Tag, 16. Juli 2026
Oland, zweiter Tag der Rückreise, 21. April 2026